3. Die außerirdischen Engel

Wenn wir uns nun die Frage stellen, ob die Bibel etwas zum UFO-Phänomen zu sagen hat, dann müssen wir uns zuerst die Frage stellen, woher wir Menschen kommen. Laut Bibel ist die Menschheit nicht durch Evolution oder Zufall entstanden. Dass es eine Menschheit geben sollte, wurde vom Gott persönlich geplant und umgesetzt. Die Menschheit, die aus Männern und Frauen besteht, die sich fortpflanzen, war dazu bestimmt, als Gegenüber (Ebenbild) von Gott zu leben. Daher heißt es schon am Anfang der Bibel:

1Mo 1,27 Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.

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Gott bestimmte, dass die Menschheit auf der Erde leben sollte. Die Erde bildet den Platz, an dem wir leben. Wenn wir die Bibel durchsuchen, ob sie von Leben auf anderen Planeten spricht, so wie bei uns, so stellen wir fest, dass sie dazu nichts zu sagen hat. Wir finden weder eine Bemerkung, die dafür spricht, noch eine Bemerkung, die dagegen spricht. Da jedoch die Menschheit als Ebenbild Gottes geschaffen wurde, können wir davon ausgehen, dass Gott sich nur diesen Planeten als bewohnbar herausgesucht hat. Es ist nicht ungesunder Hochmut, zu glauben, dass wir die einzigen Wesen im Kosmos sind, die auf einem Planeten leben. Vielmehr zeigt diese Meinung, dass wir Gottes Augen kostbar und wertvoll sind. So beschreibt es auch die Bibel.

Doch die Bibel verschweigt nicht, dass es außer uns Menschen noch eine andere Lebensform gibt, die nicht von dieser Erde stammt: Die Engel.

Wir wissen nicht viel über den Ursprung der Engel, aber wir wissen, dass Gott sie gemacht hat. Der Schöpfer der Menschheit ist auch der Schöpfer der Engel. Bei dem Thema Engel wollen wir uns nicht anschauen, was die vielen esoterischen Bücher, die es zu tausenden gibt, dazu sagen, sondern wir wollen uns anschauen, was die Bibel dazu zu sagen hat.
Die Bibel hat tatsächlich sehr viel zur Existenz und Wirkungsweise der Engel zu sagen. In der Hälfte der Bibel (34 von 66 Büchern) werden Engel erwähnt. 17 Mal im Alten Testament und 17 Mal im Neuen Testament. Es gibt außerhalb der Bibel auch noch die Apogryphen, Bücher, die sich auch mit diesem Thema beschäftigen; doch wir wollen nur die Bibel zurate ziehen.
Das Wort Engel, das wir heute umgangssprachlich benutzen, stammt von dem griechischen Wort „angelus“ ab. So werden Engel im Neuen Testament genannt. Im hebräischen alten Testament wird dafür das Wort „mal´ak“ benutzt. Beide Wörter bedeuten: „Bote“.
(In der Tat werden Engel oft eingesetzt, um Menschen wichtige Botschaften von Gott zu überbringen.)
Eine andere Bezeichnung für Engel ist „Heer“ bzw. „Heerscharen“ (Ps 103,20-21; Ps 148,2; 1Sam 17,45; Lk 2,13). Das deutet auch auf ein antikes Streitwagenheer hin, denn Engel werden auch „Gottes Wagen“ genannt (Ps 68,18). (Darauf werden wir später noch einmal zurückkommen.)
Andere Bezeichnungen für Engel sind die Ausdrücke „Heilige“, „Himmlische“ und „Gottessöhne“.

Im Gegensatz zu uns Menschen, die einen Körper aus Fleisch und Blut haben, sind Engel Geistwesen (Eph 6,12). Wir Menschen, die Nahrung aufnehmen müssen, um zu überleben, sind sehr begrenzt. Wir können krank werden und wir werden eines Tages sterben. Engel dagegen sind unsterbliche Wesen, da ihr Körper nicht dem Tod unterworfen ist. Die Frage, ob Engel über einen Geist-Körper verfügen will ich hier offen lassen, da es unterschiedliche Ansichten dazu gibt. Fest steht jedoch, dass Engel verschiedene Gestalten annehmen können. Meistens sind sie zwar für uns Menschen unsichtbar; sie können jedoch ab und an eine körperliche Gestalt annehmen (Mk 16,5; Mt 28,3; Lk 24,4; 1Mo 19,1.5). Manchmal tauchen sie in leuchtender Kleidung auf, manchmal in normaler Kleidung.

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Es gibt aber auch noch ungewöhnliche Erscheinungsformen der Engel. So gibt es Engel, die „vier Angesichter und vier Flügel“ haben:
Hes 1,5 Und mitten aus diesem [erschien] die Gestalt von vier lebendigen Wesen, und dies war ihr Aussehen: Sie hatten Menschengestalt. 6 Und jedes von ihnen hatte vier Gesichter, und jedes von ihnen hatte vier Flügel. 7 Ihre Füße standen gerade, und ihre Fußsohlen glichen der Fußsohle eines Kalbes, und sie funkelten wie der Schimmer von blankem Erz. 8 Unter ihren Flügeln befanden sich Menschenhände an ihren vier Seiten, und alle vier [Seiten] hatten ihre Gesichter und ihre Flügel. 9 Ihre Flügel waren miteinander verbunden; wenn sie gingen, wandten sie sich nicht um; jedes ging gerade vor sich hin. 10 Ihre Gesichter aber waren so gestaltet: [vorn] das Gesicht eines Menschen; auf der rechten Seite, bei allen vieren, das Gesicht eines Löwen; zur Linken, bei allen vieren, das Gesicht eines Stieres; [hinten] aber hatten alle vier das Gesicht eines Adlers.

Das ist schon eine ungewöhnliche Erscheinungsform. Auch hier handelt es sich um eine Form, die dem Propheten Hesekiel sicherlich fremdartig vorgekommen sein muss. Engel können menschliche und tierische Attribute in sich vereinnahmen.

Manchmal tauchen Engel auch mit Flügeln auf. So stellt man sich ja den klassischen Engel vor. Aber nicht alle Engel werden mit Flügeln gesehen.

Wenn die Engel sich vom Geist in einen Leib manifestiert haben, dann sprachen sie auch immer die Sprache der Menschen, die sie besuchten. Sie benutzten dabei eine irdische Sprache, keine himmlische.

Wir sehen also, dass es neben uns Menschen noch andere Wesen gibt, die das Universum bewohnen. Sie können die Form von Menschen annehmen. Sie können aber auch ein sehr ungewöhnliches, vielleicht auch irritierendes Aussehen annehmen. Wenn wir die Bibel weiter untersuchen, dann stellen wir auch fest, dass Engel, die gesehen werden, bei den betreffenden Personen große Furcht hervorrufen. Bei einer solcher Erscheinung bekommen die sehenden Personen meistens große Angst, so dass sie auf ihr Angesicht fallen. Zu schrecklich sind manche dieser Erscheinungen. Wir Menschen sind es so gewohnt, nur unter Menschen zu sein, dass wir bei einer himmlischen, nichtirdischen Erscheinung in Angst und Panik ausbrechen. (Auch darauf werden wir später noch einmal zurückkommen.)

Engel haben auch mehr Macht als wir Menschen. Sie haben übernatürliche Fähigkeiten. So können sie Menschen töten (2 Sam 15-16). Sie können Menschen auf übernatürliche Weise blind machen (1Mo 19,11) und mit schweren Krankheiten schlagen (Apg 12,23). Sie haben auch Macht über Naturgewalten, können Felsblöcke ins Meer werfen und die Mäuler hungriger Löwen verschließen (Offb 7,1; 16,5; 18,21; Dan 6,23).

Engel sind jedoch an Zeit und Raum gebunden. So können sie sich nur an einem Ort aufhalten (Lk 1,26) und ihr Wissen ist begrenzt (vgl. Mt 8,28-29). Sie können jedoch gewaltige Distanzen zurücklegen.

Es scheint, als hätten Engel im Gegensatz zu uns noch mehrere andere Dimensionen zur Verfügung, in denen sie sich aufhalten können. Die Bibel beschreibt, dass es drei Himmel gibt. Der erste Himmel ist unsere Atmosphäre, die Luft, die wir atmen (Mt 6,26). Dann gibt es da noch den zweiten Himmel, das Universum, in dem sich unzählige Sterne und Galaxien befinden (Ps 8,4). Den dritten Himmel können wir ohne göttliche Hilfe nicht ausmachen. Er befindet sich jenseits unser Augen und Teleskope. In diesem Himmel können sich auch die Engel aufhalten (Apg 7,55; vgl. 2Kor 12,2). Gerade im Blick auf das Ufo-Phänomen ist diese Tatsache sehr interessant. (Mehr dazu später.)

In esoterischen Richtungen kann man feststellen, dass Engel nur als „Helfer“ und „gute, wohlwollende Wesen“ gesehen werden. Oft werden nur die positiven Gaben herausgehoben und völlig ausgeblendet, dass Engel auch eine zerstörerischen Macht haben. Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes, wird deutlich gezeigt, dass den Engeln von Gott befohlen wird, schreckliche Gerichte über diese Welt zu bringen.

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Es gibt zudem noch zwei verschiedene Arten von Engeln. Es gibt die guten Engel, die auf Gottes Seite stehen, und es gibt die Dämonen, die auf Satans Seite stehen. Die Bibel berichtet uns, dass zuerst alle Engel Gott untertan waren. Doch ein mächtiger Cherubim, Luzifer, nahm sich in seinem Herzen vor, die Stellung Gottes einzunehmen (Jes 14,12-15). In Jesaja 14 finden wir eine Beschreibung des Königs von Babylon. Die Ausleger sind sich größtenteils einig, dass hinter der Beschreibung des Königs von Babylon auch noch die Beschreibung des Satans steckt.

Jes 4,12 Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! 13 Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: ›Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden; 14 ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen!‹ 15 Doch ins Totenreich bist du hinabgestürzt, in die tiefste Grube!

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Es kam zur offenen Rebellion gegen Gott und Gott stürzte Satan. Noch ist Satan nicht in der Hölle, wie viele Menschen glauben. Er ist immer noch frei. Jedoch hat er seinen Platz bei Gott verloren und damit alles seine Privilegien, die Gott ihm gegeben hatte. Auch sein Heil in Gott verlor er und verlor die Herrlichkeit die Gott ihm gegeben hatte. Eines Tages wird er verdammt werden und in die Hölle geworfen werden.

Seiner Rebellion schlossen sich ein Drittel der anderen Engel an (Offb 12,4). Diese Engel, die mit Satan gefallen sind, werden in der Bibel auch Dämonen genannt. Diese Schar ist durch und durch böse, und sie will den Menschen Schaden zufügen. Im Neuen Testament finden wir einige Aussagen, die beschreiben, dass Menschen unter dämonische Besessenheit kamen und von Jesus Christus befreit wurden. Diese Dämonen müssen nicht so aussehen, wie sie in vielen Kirchen und Büchern dargestellt werden. Oft stellt man sich die Dämonen mit fürchterlichen Fratzen, Bocksfuss und Hörner vor. Doch sowohl Satan als auch die Dämonen können als Engel des Lichts erscheinen, um uns Menschen zu täuschen und in die Irre zu führen. Sie können eine liebliche Lichtgestalt anziehen, so dass sie aussehen, wie die guten Engel:

2Kor 11,14 Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. 15 Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein.

Jesus sagte einmal, dass er das „Licht der Welt“ sei (Joh 8,12). Allgemein hat Gott viel mit Licht zu tun. Licht ausstrahlen ist jedoch eine Eigenschaft, die auch die gefallenen Engel haben können.

Seit dieser Zeit, als der Abfall der Engel begann, herrscht in der unsichtbaren Welt Krieg zwischen den guten und den bösen Engeln. Ziel der bösen Engel ist, möglichst viele Menschen nicht zu Gott kommen zu lassen, und sie davon abzuhalten, an Gott zu glauben. Sie werden eines Tages für ihren Abfall vom Schöpfer bezahlen müssen, indem sie in die Hölle geworfen werden. Das Ziel dieser Engel ist nun, eine möglichst große Anzahl von Menschen dorthin mitzunehmen. Sie wollen die ungläubigen Menschen vom rettenden Glauben an Gott abhalten und wollen, dass diese Menschen dann bei ihrer Rebellion mitmachen.
Die guten Engel dagegen arbeiten weiterhin für Gott. Sie sind seine Diener und helfen den Menschen, die für Gottes Heil bestimmt sind. Sie sind voll und ganz der Führung Gottes untertan und gehorchen seinem Willen.

Wir Menschen stehen, ob wir es wollen oder nicht, im selben Krieg. Erkennen wir Gottes Autorität an, oder wollen wir ohne Gott leben? (Dazu am Schluss mehr.) Der Kampf dreht sich nicht nur um die Engel, auch um uns Menschen.
Dabei ist noch zu beachten, dass die Dämonen von den Menschen, die sie beeinflussen, Anbetung wollen. Es ist immer noch nicht vorbei. Der Teufel will wie Gott sein, und wie Gott will er für sich und für seine Diener Anbetung.

Engel sind also keine willenlose Geschöpfe Gottes. Sie haben einen freien Willen und je nachdem, wem sie dienen, eigene Ziele und Interessen. Die Aufmerksamkeit dabei liegt vor allem dem Schicksal des Menschengeschlechts.

Um diese Ziele erreichen zu können, muss man auch sehen, dass die Engel höchstwahrscheinlich in einer Hierarchie leben. Es gibt mächtigere Engel als andere. Wie es in einer menschlicher Armee unterschiedliche Ränge und Grade gibt, so gibt es auch bei den Engeln Engel, die mehr Macht haben als andere (1Sam 17,20.45; Offb 19,19). Da sich, wie beschrieben, Engel nur an einem bestimmten Ort aufhalten können, muss auch ein Informationsaustausch vorausgesetzt werden.

Die Engel, gute wie böse, beobachten die Menschheit schon seit langem. Sie beobachteten, worauf und wie wir Menschen in bestimmten Situationen reagieren. Sie haben Strategien und Ziele darüber, auf unsere Reaktionen angemessen zu reagieren.

Wir sind also nicht alleine im Universum. Wir werden von Wesen beobachtet, die mächtiger sind als wir. Sie können höchstwahrscheinlich in mehr Dimensionen als wir agieren. Sie haben Macht über Naturgewalten. Ihr Schicksal ist an unser Schicksal gebunden. Es gibt gute und böse Engel.

Erinnern uns diese Tatsachen vielleicht an das UFO- und Alien-Phänomen? Könnte es sein, dass sich die Beobachter (Engel und Dämonen), die sehr an uns interessiert sind, als Außerirdische tarnen? UFOs können Naturgesetze außer Kraft setzen. Die UFO-Nauten sind mächtiger als wir. Und wenn wir die Tendenzen beobachten, dann wird den Außerirdischen schon fast eine Art der Anbetung von den UFO-Gläubigen dargebracht. Wie im 4. Kapitel gezeigt wird, tauchen ungewöhnliche leuchtende Wesen durch die ganze Menschheitsgeschichte hindurch auf. „Fliegende Himmelsschiffe“ ebenso. Könnten das nicht die Engel sein, im speziellen die Dämonen, die versuchen eine eigene Religion einzuführen, die Gott entgegengesetzt ist? Auch das merkwürdige Aussehen der UFO-Besatzungen zeigt auf, dass es sich dabei um Engel handeln könnte – gefallene Engel.

Der Schreiber dieser Zeilen ist der festen Überzeugung, dass das UFO-Phänomen durch die gefallenen Engel, Kosmokratoren, erzeugt wird.

Die Bibel gibt uns viele Beweise dafür, dass es sich genau so verhält!

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