1.1 Kurzer Überblick über die UFO-Historie

Obwohl das UFO-Phänomen höchstwahrscheinlich so alt wie unsere Welt ist, was wir schon beschrieben haben, startete die neuzeitliche, moderne UFO-Welle mit der Sichtung mehrerer „Fliegender Untertassen“ durch den Piloten Kenneth Arnold. Das Ereignis ist deshalb so wichtig, weil es auch in den Zeitungen auftauchte.

Während eines privaten Fluges über dem Mount Rainier sah der Amerikaner neun Objekte, die „ wie Untertassen flogen, die man übers Wasser springen lässt“. (Geheimsache Ufo, Michael Hesemann, Seite 38)

Die Objekte flogen Flugmanöver, wie sie kein Flugzeug und Pilot bis dahin fliegen konnte. Außerdem glänzten die Objekte im Sonnenlicht und strahlten ein helles, blau-weißes Licht aus.

Die Sichtung war am 24.06.1947. Danach ging das Gerücht von der Sichtung der „Fliegenden Untertassen“ monatelang um die Welt. Zudem meldeten sich andere Zeugen, die ebenfalls merkwürdige Flugapparate gesehen hatten. Das erste Foto, aufgenommen von William Rhodes am 7.Juli 1947, wurde zwei Tage später in einer Zeitung veröffentlicht. Seitdem wurden UFOs bis in unsere Zeit von Piloten, Militärs und Privatpersonen auf der ganzen Welt gesichtet und fotografiert. Es gibt viele Berichte seriöser Zeugen, die in Aktenform festgehalten wurden. Um mehr darüber zu erfahren, sollte man die wissenschaftliche Literatur dazu lesen, da auf dieser Seite nicht ausführlich darauf eingegangen werden kann.

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Fest steht allerdings, dass diese Objekte waghalsige Manöver durchführen können, in der Luft stehen bleiben können, manchmal plötzlich verschwinden und ebenso plötzlich wieder auftauchen. Sie können 90 Grad Winkel fliegen, unglaublich schnell beschleunigen und sich in Luft auflösen.

Ein weiterer Meilenstein der UFO-Historie bildet der angebliche UFO-Absturz bei Roswell / New Mexico am 2.7.1947, der bis heute nicht aufgeklärt wurde und den Grund für zahlreiche Verwörungstheorien und ein verwirrendes Mysterium gelegt hat. Laut Theorie soll an diesem Tag auf dem Land der Ranch von William W. Brazel ein UFO abgestürzt sein. Er verständigte daraufhin den Sheriff, und dieser rief bei der naheliegenden Airbase der 509 Bomberstaffel an. Das Wrack bestand angeblich aus seltsamen hölzernen Teilen, die mit merkwürdigen Hieroglyphen verziert gewesen sein sollen, sowie aus einer stabilen Folie, die Ähnlichkeit mit Pergamentpapier hatte, jedoch viel stabiler gewesen sein soll. Außerdem wurden angeblich vier fremdartige Wesen gefunden, von denen drei tot gewesen sein sollen, aber eines angeblich noch lebte. Der Bericht vom Fund wurde sofort von Lt. Walter Haut (Presseoffizier) an die Presse weitergeleitet, die daraufhin einen Artikel darüber brachte. Dies geschah auf Anweisung von Col. Blanchard. Als das Millitär kam, um die Teile zu bergen, sollen die Zeugen jedoch eingeschüchtert und mit Drohungen zum Schweigen über diesen Absturz gezwungen worden sein. Nach der Bergung des Wracks und seiner Insassen (?) dementierte die Presse den UFO-Absturz und gab weiter, dass ein Wetterballon abgestürzt wäre, wie General M. Ramey angab. Der General ließ sich auch mit den Teilen eines Wetterballons fotografieren. Der Absturz eines UFOs wurde so zum Absturz eines Wetterballons umgedeutet.

Bis heute weiß man nicht, was man von der Geschichte halten soll. Viele Journalisten und Schriftsteller haben geforscht, Indizien gesammelt, Personen interviewt. Doch bis heute ist ungewiss, was damals geschehen ist. Zudem soll es noch weitere Abstürze und Bergungen von UFOs gegeben haben, die jedoch von der US-Regierung angeblich vertuscht worden seien. Die Geschichte lieferte Stoff für viele Bücher und Fernsehserien zu diesem Fall. Der Fantasie sind darin keine Grenzen gesetzt. Es gab auch Videos über tote Außerirdische, die angeblich seziert worden seinen. Die meisten dieser Videos erwiesen sich jedoch als Fälschung. Als Folge aus diesen Abstürzen soll auch die geheime Gruppe „Majestic 12“ gegründet worden sein. Sie soll aus ranghohen Politikern, Militärs, Ingenieuren und Wissenschaftlern bestanden haben, die die Abstürze und Wracks genau analysiert und Daten über die Aliens gesammelt haben sollen. Diese Gruppe agierte angeblich unter strengster Geheimhaltung und ließ kein Wissen nach außen dringen, so die Behauptung. Bis heute hat die US-Regierung noch nie eine ausführliche Stellungnahme dazu veröffentlicht. Man hüllt sich weiterhin in Schweigen.

Nach Roswell kam es immer wieder zu Sichtungen auf der ganzen Welt bis in unsere Zeit. Das Nächste, was sich ereignete, waren UFO-Landungen und Sichtungen der Besatzungen von außerirdischen, merkwürdigen Flugkörpern, die die Zeugen an die Presse weitergaben. Der Fall George Adamski erregte Aufsehen, weil er nicht nur UFOs und deren UFO-Nauten gesehen, sondern auch mit ihnen Kontakt gestanden haben will. Über die Jahre sollten noch viele „Kontaktler“ folgen, die meist per Telepathie mit den Außerirdischen in Kontakt gestanden sein wollen. George Adamski stellte sich jedoch im Nachhinein als Betrüger heraus. Er brachte Bilder und Filme in Umlauf, die er selbst manipuliert und gefälscht hatte. Sein UFO war eine Lampe. Andere Kontaktpersonen, engl. Contactees genannt, brachten wie Adamski, haarsträubende Geschichten über Weltraumreisen und Berichte über außerirdische Zivilisationen in Umlauf, sie sie besucht haben wollten. Viele behaupteten damals, mit den Außerirdischen auf Planeten gewesen zu sein, die sich in unserem Sonnensystem befinden. Sie behaupteten, auf dem Mars, der Venus oder anderen Planeten gewesen zu sein, die sich in unserer unmittelbaren Nähe befinden. Nachdem man herausgefunden hatte, dass in unserem Sonnensystem kein anderes Leben existieren kann, musste man auch annehmen, dass diese Kontaktler einfach nur gelogen haben. Manche, wie z. B. Billy Meier, vermischten ihre angeblichen Erlebnisse mit der Bibel.

Die UFO-Forschung wurde ein Wirrwarr und Sammelsurium von Betrügern, die derart haarsträubende Dinge behaupteten, die nicht mit der Realität vereint werden konnte. Die Folge davon war, dass das gesamte Thema dadurch ins Lächerliche gezogen wurde. Doch nur weil manche Kontakler nachweislich Betrüger waren, muss man dennoch davon ausgehen, dass es trotzdem viele glaubwürdigen Zeugen und Sichtungen gegeben hat und immer noch gibt.

Es gab und gibt immer noch Menschen, die UFOs und deren Besatzungen gesehen haben wollen, und die diese Ereignisse auch nicht in ihr Weltbild einordnen konnten. Weil sie selbst an ihrer Wahrnehmung zweifeln, ist ihre Glaubwürdigkeit besonders hoch. Es gab immer wieder nüchterne UFO-Forscher, die diese Augenzeugenberichte, die sich abseits des öffentlichen Mainstreams ereigneten, untersucht haben. Jaques Valleé ist einer davon. In seinen Büchern beschreibt er, wie man wissenschaftlich genau und seriös an diese Themen herangehen sollte.

Das Nächste, was in den Vordergrund dieser UFO-Forschung rückte, waren neben den seltsamen Kornkreisen, die überall auf der Welt auftauchten, Entführungen von Menschen durch die UFO-Insassen.

Nach einem gewissen Antonio Villas Boas, der vom Feld aus in ein UFO eingestiegen sein will, waren Betty und Barney Hill die ersten Fälle, in denen Menschen von Außerirdischen in UFOs gebracht wurden, die öffentlich Aufsehen erregten. Die Hills behaupteten, während einer Autofahrt von Außerirdischen entführt worden zu sein. Bald darauf meldeten sich auch andere Menschen, die ebenfalls gekidnappt worden sein wollen. Sie berichteten darüber hinaus, dass an ihnen durch die UFO-Insassen Untersuchungen und grauenhafte Prozeduren, ähnlich wie bei Versuchstieren, durchgeführt worden sein sollen. Das Entführungsphänomen, engl. Abduction, ist das unheimlichste Phänomen in der Geschichte der UFO-Sichtungen. Ahnungslose und hilflose Menschen werden dabei teilweise von außerirdischen Wesen aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen, werden auf UFOs, in seltsame Räume oder Untergrundbasen gebracht und dort untersucht, ja teilweise regelrecht gequält und gefoltert. Mit diesen Berichten, die von den Entführten, engl. Abductees, geschildert wurden, beschäftigten sich unter anderem die Amerikaner Budd Hopkins, John E. Mack und auch der Schweizer Forscher Johannes Fiebag. Letzterer analysierte auch den deutschsprachigen Raum. Whitley Strieber, ein amerikanischer Schriftsteller, ist der bekannteste Abductee, der behauptet, von Aliens entführt worden zu sein.

Bei den Entführungen vermischen sich objektive und subjektive Wahrnehmung der Realität. Jede Entführung weist Unterschiede zur anderen auf. Keine Schilderung ist genau mit der anderen identisch und doch haben sie auch Gemeinsamkeiten. Die Wesen, die in das Leben der betroffenen Menschen eindringen, werden zwar verschieden wahrgenommen, teilweise total haarsträubend beschrieben; doch es bildeten sich mit der Zeit Grundtypen heraus. Die Grauen, engl. Greys, genannt, rebtilienartige Wesen und die Nordischen. Dazu noch mehr. Auch der Ablauf der Entführung folgt einem Muster, obwohl viele Berichte unglaublich utopisch klingen. Die meisten Menschen werden aus ihrer normalen Umgebung herausgenommen. Meistens geschieht dies nachts, wenn sie schlafen. Ein Besucher ist im Schlafzimmer, engl. Bedroomvisitor, er steht im Zimmer, manchmal auch mehrere fremdartige Wesen. Die betroffenen Menschen bekommen Angst, weil sich eine fremde Präsenz im Raum befindet, die sie nicht in ihr Weltbild einordnen können. Oft können sie sich nicht mehr bewegen und sind wie paralysiert, gelähmt. Ihre Ehepartner oder Lebensgefährten schlafen meistens tief und fest und werden durch das Geschehen nicht wach. Häufig werden dann die Abductees im Schwebezustand an fremde Orte oder in fremde Objekte gebracht und dort untersucht und teilweise gequält. Auch sexuelle Prozeduren, wie Sperma- oder Eizellenentnahmen, sind nicht selten. Ist die Entführung zu Ende, werden die Gekidnappten wieder in ihre Umgebung gebracht, und manchmal wird ihr Gedächtnis gelöscht. Einige Opfer können sich genau daran erinnern, bei anderen wird eine Deckerinnerung installiert. Eine Deckerinnerung ist meistens ein Bild, das in Gedanken auftaucht. Dieses Bild überlagert die tatsächliche Erinnerung, es täuscht eine falsche Begebenheit vor. Diese Deckerinnerungen können aus Tierbildern, falschen Erinnerungen und falsch in Erinnerung gebliebene Geschehnissen bestehen. Diese entsprechen dabei nicht dem echten Geschehen, sondern sie werden als seelischer Schutzmechanismus geschildert, der die unangenehmen Erinnerungen nicht zulässt. Manche Entführten stellen jedoch am Morgen fest, dass nachts etwas passiert sein muss, weil sie merkwürdige Verletzungen am Körper haben. Unter Hypnose, die von erfahrenen Psychiatern eingesetzt wird, können sich dann viele Entführten erstmals wieder erinnern. Doch ist diese Erinnerung unter Hypnose echt? Ob Hypnose tatsächlich sinnvoll ist, um Erinnerungen wieder ins Gedächtnis zu holen – darauf will ich später noch einmal kurz eingehen.

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